Montag, 16. Mai 2016

Aggenstein

Aggenstein
Höhe 1986 m
Lage Bayern, Deutschland / Tirol, Österreich
Gebirge Tannheimer Berge, Allgäuer Alpen
Dominanz 1,8 km (Brentenjoch)
Schartenhöhe 266 m (Scharte zum Brentenjoch)
Gestein Hauptdolomit
Besteigung
Datum Samstag, 14.06.2014
Ausgangspunkt Grän, 1138 m
Route via Füssener Jöchle
Steigung ca. 1310 m
Dauer ca. 4:00 h
Tour ca. 17,2 km, ca. 1220 hm

Mittwoch, 6. April 2016

Rätikon 2014 Tag 3 - von der Totalphütte nach Brand

Tourdaten
Datum Länge Aufstieg Abstieg Dauer Link
26.08.2014 5,6 km 40 m 850 m ca 2:10 h Rätikon - Tag 3

Tour Tag 3
Hubschrauber an der Totalphütte
Vor Beginn unserer Tour hatten wir auch für den dritten Tag eine längere Route geplant. Der Plan war, zum Lünersee abzusteigen, diesen im Osten zu umrunden und von dort weiter nach Norden in Richtung Zimba zu gehen. Durch das Zimbajoch wollten wir dann, nördlich von Brand, ins Brandnertal absteigen. Das Wetter ist allerdings wieder deutlich schlechter geworden und schon zum Frühstück regnet es. Die lange Tour streichen wir also und planen stattdessen, direkt ins Tal abzusteigen. Aufgrund der gekürzten Tour haben wir nun allerdings viel Zeit und warten zunächst ab, ob das Wetter vielleicht noch ein wenig besser wird. Währenddessen können wir den Hubschraubern zusehen, welche im Minutentakt die Hütte erreichen. Diese wird aktuell renoviert und die Hubschrauber bringen Baumaterialien hinauf. Nachdem keine weiteren Hubschrauber mehr ankommen und auch der Regen aufgehört hat, ist es bereits 8:45 Uhr. Wir machen uns also an den Abstieg.

Lünersee
"Böser Tritt" hinab ins Brandner Tal
Von der Totalphütte geht es sofort etwa 400 m durch mäßig steiles Gelände hinab zum Lünersee. Dieser war ehemals der größte natürliche See in den Ostalpen. Seitdem er durch eine zusätzliche Staumauer zu einem Stausee gemacht wurde, hat er diesen Titel allerdings eingebüßt. Am Ufer des Sees angekommen, führt uns unser Weg entlang der Westseite in Richtung Norden zur Staumauer. Bis wir auf der Staumauer ein wenig die Aussicht genossen haben, fängt es allerdings auch wieder stärker an zu regnen und wir flüchten uns in den Gastraum der Douglasshütte. Diese liegt direkt an der Staumauer und gleichzeitig auch an der Bergstation einer Seilbahn, welche aus dem Brandnertal hinaufführt. Hier warten wir also den stärksten Regen ab, essen unsere letzten Vesperbrote und trinken jeder ein heißes Getränk. Als der Regen etwa eine halbe Stunde später etwas nachlässt, brechen wir wieder auf. Über den "Bösen Tritt" geht es im Nieselregen steil und felsig hinab ins Brandnertal. Wieder sind etwa 400 m Abstieg zu absolvieren, was wir in etwa 35 Minuten hinter uns bringen. An der Talstation der Seilbahn angekommen, gehen wir allerdings nicht mehr zu Fuß weiter nach Brand. Bei dem miesen Wetter warten wir lieber im Trockenen ab, bis der nächste Bus die Seilbahn erreicht und fahren mit diesem dann zurück zum Parkplatz und unserem Auto. Deutlich früher als ursprünglich geplant geht es also zurück in Richtung Heimat.

Montag, 4. April 2016

Rätikon 2014 Tag 2 - von der Pfälzer Hütte zur Totalphütte

Tourdaten
Datum Länge Aufstieg Abstieg Dauer Link
25.08.2014 13,4 km 1.310 m 1.050 m ca 7:20 h Rätikon - Tag 2

Tour Tag 2
Pfälzer Hütte
Am Morgen des zweiten Tages heißt es natürlich wieder früh auszustehen. Nach unserer Luxusunterbringung im Einzellager gut ausgeruht, auch wenn es in der Nacht recht frisch wurde. Die Decken sind aber ausreichend dick. Über den Liechtensteiner Höhenweg und den Brandner Gletscher wollen wir heute zur Schesaplana hinüber, dem höchsten Berg im Rätikon. Auch wenn es für die 3000 m Marke (leider) nicht ganz reicht. Anschließend folgt dann noch der Abstieg vom Gipfel zur Totalphütte. Während ich auf der Hütte noch ein Müsli esse, nimmt mein Schwager nur einen Kaffee und frühstückt dann auf den ersten Metern der Tour die Reste seines Kaiserschmarrns vom Vorabend. Um 08:00 Uhr brechen wir auf.

Tschingel, 2541 m
Ziegen am Liechtensteiner Höhenweg
Zu Beginn des Weges geht es relativ ruhig los. Auf der österreichischen Seite der Grenze, bzw. des Grates, geht es in einem ständigen Auf und Ab Richtung Süden, bevor der Weg dann langsam aber sicher in Richtung Osten abschwenkt, auf den Pass, der Gross Furgga, zu. Dabei lassen sich vom Weg aus auch viele Murmeltiere und ganze Herden von Gemsen beobachten. Kurz vor der Gross Furgga kommt dann auch noch eine Herde Ziegen hinzu. Diese sind allerdings nicht ganz so scheu wie ihre wilden Verwandten und folgen uns wohl fast eine viertel Stunde lang bergauf, immer in der Hoffnung auf etwas zu essen. Kurz vor dem Pass geben sie es aber auf und bleiben zurück, während wir am Pass die Grenze zur Schweiz passieren. Unterhalb des Hornspitz führt uns der Weg hier zur Chlei Furgga, einem weiteren Pass an der Grenze zu Österreich. Vom Startpunkt abgesehen erreichen wir hier den tiefsten Punkt unserer Tagesetappe. Etwa zwei Stunden haben wir für diesen Teil gebraucht und so suchen wir uns knapp unterhalb des Passes ein windgeschütztes Fleckchen und machen eine kurze Vesperpause.

In Serpentinen steil bergauf
Versicherter Steig zum Schafloch
Danach führt der Weg, weiterhin auf der südlichen schweizer Seite des Grates, steil bergauf. Das Wetter ist an sich nicht schlecht, aber der Wind ist recht stark und äußerst schneidend. Es heißt also Handschuhe und Mütze auszupacken, während man stetig bergauf geht. Nachdem wir auf diese Weise etwa 330 m gewonnen haben, biegt der Pfad nach links ab und führt nun in kurzen Serpentinen direkt den Berg hinauf. Nachdem wir auf diese Weise weitere 150 m Anstieg keuchend hinter uns gebracht haben, erreichen wir wieder einen kleinen Pass zwischen Schafberg und Salaruelkopf. Ab hier wird es nun deutlich flacher, denn der Weg führt wieder an der Bergflanke entlang in Richtung Osten. Der Weg ist nun aber deutlich ausgesetzter und oftmals auch versichert, was wir an dieser Stelle dankend annehmen. Etwas über zwei Stunden nach unserer Pause erreichen wir so das Schafloch, den östlichen Zugang zum Brandner Gletscher. Vor uns sehen wir nun erstmals die Schesaplana.

Brandner Gletscher
Schesaplana in Wolken
Für uns beide ist es der erste Weg über einen Gletscher. Ohne jegliche Spalten und auch in recht flachem Gelände gelegen, birgt der Brandner Gletscher jedoch nicht die Gefahren, welche andere Gletscher mit sich bringen. Der Weg über den Gletscher ist also auch für dahingehend unerfahrene Wanderer machbar. Nichtsdestrotzrotz habe ich Grödeln mitgebracht, welche ich mir nun unter die Stiefel schnalle. Nötig wären diese zwar nicht, aber auf dem weitgehend unberührten Schnee hat man so doch einen deutlich besseren Halt und deshalb gehe ich voraus und spure uns den Weg in Richtung Schesaplana. Während wir uns dem Gipfel unserer Tour nähern, ziehen immer mehr Wolken auf und verhüllen den Berg nun, so dass er kaum mehr zu sehen ist. Dies soll sich auch leider an diesem Tag nicht mehr bessern und wir gehen die Besteigung des Gipfels schließlich ohne schöne Aussicht an. Aufgrund der kühlen Witterung, des Windes und des einsetzenden leichten Nieselregens, beeilen wir uns am Aufstieg. Zugegebenermaßen ist dieser ohne Aussicht reichlich unspektakulär und äußerst einfach. Die sonst obligatorische Pause am Gipfel streichen wir dann auch und steigen direkt wieder in Richtung Totalphütte ab, welche wir nur eine Stunde nach dem Gipfel erreichen.

Samstag, 2. April 2016

Schesaplana

Schesaplana
Höhe 2965 m
Lage Vorarlberg, Österreich / Graubünden, Schweiz
Gebirge Rätikon
Dominanz 30,3 km (Chlein Seehorn)
Schartenhöhe 828 m (Schweizer Tor)
Gestein Hauptdolomit
Besteigung
Datum Montag, 25.08.2014
Ausgangspunkt Pfälzer Hütte, 2108 m
Route Liechtensteiner Höhenweg
Steigung ca. 1310 m
Dauer ca. 6:20 h
Tour ca. 13,4 km, ca. 1310 hm

Donnerstag, 31. März 2016

Rätikon 2014 Tag 1 - von Brand zur Pfälzer Hütte

Tourdaten
Datum Länge Aufstieg Abstieg Dauer Link
24.08.2014 16,8 km 2.000 m 950 m ca 8:00 h Rätikon - Tag 1

Tour Tag 1
Für die alljährliche Wanderung mit meinem Schwager haben wir uns für das Jahr 2014 eine drei-Tages-Tour durchs Rätikon entschieden. Mit der Schesaplana steht im Rahmen einer Rundtour der höchste Gipfel im Rätikon auf dem Plan. Und da bei einer Dauer von nur drei Tagen jeder Tag zählt, hat es schon die erste Tour gleich in sich. Entsprechend früh machen wir uns am Sonntag dem 24.08. auf den Weg. Schon um kurz nach 5:00 Uhr morgens sind wir auf der Straße und auf dem Weg ins Brandnertal. Gegen 08:00 Uhr erreichen wir in Brand bei Bludenz schließlich einen großen, leeren Skiliftparkplatz, auf dem wir das Auto für die nächsten Tage stehen lassen werden. Da es im Moment aber noch etwas regnet, warten wir ein wenig, in der Hoffnung, dass es in der nächsten Zeit trockener wird. Und wir haben Glück. Gegen 08:30 Uhr kann es, noch im leichten Niesel, endlich losgehen.

Zalimtal
Aufstieg zur Oberzalimscharte
In der vergangenen Nacht hat es noch bis auf ca. 2.000 m hinab geschneit und auch an diesem Morgen ist es noch entsprechend frisch. Hinzu kommt der leichte Regen, der aber sehr bald aufhört. Noch hängen die Wolken sehr tief im Tal, aber von Zeit zu Zeit kann man auch schon ein Stückchen blauen Himmel erblicken. Zunächst geht es durch das Zalimtal bergauf, oft über breite und leicht zu begehende Fahrwege. Die Steigung sorgt jedoch bald dafür, dass uns ausreichend warm wird. Gleich darauf verlassen wir dann auch die Fahrwege und nun führen Pfade über die Wiesen des oberen Zalimtals. Nach etwas unter zwei Stunden Laufzeit und etwa 840 m Steigung erreichen wir schließlich die Oberzalimhütte auf 1.889 m. Diese Hütte des Mannheimer Alpenvereins dient als Versorgungshütte der Mannheimer Hütte. Von hier aus führt eine Materialseilbahn zu der höher gelegenen "Schwesterhütte".

Eis an der Oberzalimscharte
Blick zur Pfälzer Hütte
Nach etwas Kaffee/Apfelsaftschorle geht es ca. 45 min später weiter hinauf in Richtung Oberzalimscharte. Dank des Turbotrockenraumes der Hütte sind auch unsere Hosenbeine, welche nach dem Aufstieg durch feuchte Wiesen ganz nass waren, wieder trocken und warm. Das Wetter wird weiterhin immer besser und auch der Neuschnee, welchen wir bei unserem Aufbruch noch gesehen hatten, scheint sich immer weiter zurückzuziehen. Etwas unterhalb der Scharte beginnt dann das alpine Gelände und so geht es nun über Fels hinauf zu Scharte, welche wir gegen 12:00 Uhr erreichen. An der Scharte angekommen entschließen wir uns dazu, den etwa 100 m höher gelegenen Oberzalimkopf noch mitzunehmen. In südlicher Richtung geht es also weglos knapp unterhalb des Grates nach oben. Aufgrund des oftmals vereisten Felses entschließen wir uns aber auf ca 2.400 m zum Umdrehen, ohne den Gipfel erreicht zu haben. Wir kehren also zur Scharte zurück und steigen durch den Spusagang ab ins Gamperdonatal. Auf der anderen Seite des Tales können wir bereits die Pfälzer Hütte erkennen.

Nenzinger Himmel
Aufstieg zur Pfälzer Hütte
Im Gamperdonatal angekommen, machen wir zunächst noch einmal eine ausführliche Rast am Ufer des Hirschsees und essen unsere mitgebrachten Vesperwecken. Frisch gestärkt geht es dann durch das kleine Bergdörfchen Nenzinger Himmel. Inzwischen ist es teilweise fast schon sonnig, wenn auch frisch, bestes Wanderwetter also. Kurz vor 14:30 Uhr machen wir uns schließlich an die letzten 700 m Aufstieg in Richtung Pfälzer Hütte. Diese liegt auf dem Grat, welcher die Grenze zwischen Österreich und Lichtenstein bildet. Der Weg führt nun bis zur Hütte wieder über Wiesen und Weiden. Durch den Niederschlag der letzten Tage und die weidenden Kühe führt dies allerdings dazu, dass die Pfade teilweise sehr tief ausgetreten und schlammig sind. Zusammen mit den vielen Höhenmetern, welche wir an diesem Tag schon in den Beinen haben, sorgt das dafür, dass ich mich die letzten Meter zur Hütte mehr schleppe als laufe, aber kurz vor 16:30 ist es dann doch geschafft. Am Abend auf der Hütte gibt es dann Spaghetti/Kaiserschmarrn und eine Übernachtung im Privatlager, d. h. zu zweit in einem Lagerzimmer für vier Personen. Für eine Hüttenübernachtung also äußerst luxuriös.

Dienstag, 29. März 2016

England/Wales 2014 - von Pembroke bis Bath

Laugharne Castle
Donnerstag - 05.06.2014
Laugharne Castle
Am vor-vorletzten Tag unserer Reise geht es von Pembroke aus entlang der walisischen Südküste nach Swansea. Auf dem Weg schauen wir uns allerdings noch zwei kleinere Burgen an. Man muss sich ja treu bleiben. Zunächst fahren wir also nach Laugharne, wo direkt an der Küste eine kleine Burg liegt. Das Wetter ist heute auch wieder deutlich besser und so machen wir von Laugharne Castle aus auch einen kleinen Spaziergang. Die Burg selbst, welche hier ab dem 12. Jahrhundert angelegt wurde, ist zwar in großen Teilen verfallen, macht aber trotzdem einen sehr schönen Eindruck. Diese schöne Lage mag auch dazu geführt haben, dass in späterer Zeit das Innere der Burg von Adligen zu einem repräsentativen Wohnbereich umgebaut wurde. Die großen Fensteröffnungen in der Außenmauer zeugen noch von diesen Umbaumaßnahmen.

Kidwelly Castle
River Gwendraeth
Von Laugharne aus fahren wir weiter nach Kidwelly. Auch hier liegt eine kleinere, eher unbekannte Burg, welche hier ab dem 12. Jahrhundert den Fluss Gwendraeth bewacht, der bis zu dieser Stelle schiffbar war. Auch diese Burg liegt sehr malerisch oberhalb des meandernden Flüsschens und bei dem schönen Wetter macht die Besichtigung gleich doppelt Spaß. Nachdem wir die Burg erkundet haben, laufen wir noch ein wenig durch das Örtchen Kidwelly, bevor wir dann zu unserer Unterkunft in Swanseas weiterfahren. Dort essen wir noch in der Innenstadt zu Abend.


Freitag - 06.06.2014
Für Freitag stehen im wesentlichen zwei Punkte auf unserem Programm. Bevor wir allerdings mal wieder eine Burg besichtigen, geht es zunächst in Richtung Nordosten an den südlichen Rand des Brecon Beacons National Park. Hier haben wir uns noch einmal eine kleine Wanderung herausgesucht, den "Four Waterfalls Walk". Vom Wanderparkplatz aus führt der Pfad am Afon Mellte entlang flussabwärts. Zunächst geht es gemütlich direkt und einfach am Wasser entlang. Im weiteren Verlauf müssen aber auch immer wieder steilere Passagen entlang der Schlucht überwunden werden, insbesondere wenn der Fluss an einem Wasserfall schnell an Höhe verliert. Vom untersten der vier Wasserfälle aus geht es dann, weitestgehend auf denselben Wegen, wieder bergauf zurück zum Ausgangspunkt.

Tourdaten
Datum Länge Aufstieg Abstieg Dauer Link
06.06.2014 7,8 km 310 m 310 m 2:15 h Four Waterfalls Walk

Äußere Befestigung
Innere Befestigungen
Nach unserer Wanderung fahren wir weiter in Richtung Cardiff. Bevor wir uns dort zu unserer Übernachtungsmöglichkeit begeben, gilt es, noch ein letztes Mal in diesem Urlaub, eine Burg zu besichtigen. Caerphilly Castle, knapp nördlich von Cardiff gelegen, ist die zweitgrößte Burganlage in Großbritannien. Zu der Anlage gehören große, künstlich angelegte Wasserflächen, welche in zwei Ringen die Burg umgeben. Als diese Burg im 13. Jahrhundert angelegt wurde, war dieser Entwurf einer der fortschrittlichsten seiner Zeit. Nach der Eroberung von Wales hatte die Burg meist jedoch nur eingeschränkte militärische Bedeutung. Nichtsdestotrotz eine sehr beeindruckende Festungsanlage.


St. Andrews Cathedral
Samstag - 07.06.2014
Bath
Am letzten Tag unseres Urlaubs geht es wieder zurück nach England. Zunächst besuchen wir Wells. Dort besichtigen wir mit der Kathedrale von Wells die älteste Kirche der englischen Gotik. Da hier an diesem Wochenende der neue Bischof von Wells und Bath geweiht werden soll, sind diverse Vorbereitungsarbeiten im Gange, wir können die Kirche aber dennoch besuchen. Anders geht es uns da mit dem Bischofspalast, der nun leider geschlossen ist. Anschließend fahren wir weiter nach Bath, wo wir die Innenstadt besuchen, aber keine großen Besichtigungen mehr anstehen. Unsere letzte Nacht in England verbringen wir in der Nähe von Bath, bevor wir dann am nächsten morgen früh nach Birmingham aufbrechen, um von dort zurück nach Frankfurt zu fliegen.

Sonntag, 27. März 2016

England/Wales 2014 - von Llandudno bis Pembroke

Bereits im Jahr 2014 habe ich angefangen, den Urlaub in England und Wales hier zu rekapitulieren. Das hatte ich bis heute leider immer noch nicht abgeschlossen. Dies wollte ich aber noch tun, bevor ich dann endlich weitere Gipfel- bzw. Wandertouren vorstelle, die sich in der Zwischenzeit angesammelt haben. Also hier nun in kürzerer Zusammenfassung die letzten Tage des Urlaubs England/Wales 2014:

Conwy Castle
Sonntag - 01.06.2014
Beaumaris Castle
Am Samstag den 31.05.2014 waren wir bereits nach Llandudno in Wales gefahren, wo wir eine Unterkunft für zwei Nächste gebucht hatten. Für den Sonntag steht damit dann eine Rundtour an der walisischen Nordküste an mit verschiedenen Burgen, welche Edward I nach der Eroberung von Wales hatte anlegen lassen. Alle diese Burgen liegen (bzw. lagen) direkt an der Küste und hatten so im Falle einer Belagerung die Möglichkeit, über See versorgt zu werden. Als erstes geht es also nach Conwy, wo, nur ein paar Kilometer von Llandudno entfernt, Conwy Castle über der Stadt thront. Conwy Castle ist eine wunderschöne Burg mit acht Rundtürmen. Die Burg diente, wie auch die anderen von Edward I errichteten Burgen dazu, die Waliser davon abzuhalten, gegen die englische Besatzungsmacht aufzubegehren. Anschließend geht es mit dem Auto weiter nach Anglesey, einer großen Insel am nordwestlichen Ende von Wales, welche nur durch einen schmalen Kanal vom walisischen Festland getrennt ist. Dort hatte Edward Beaumaris Castle errichten lassen. Diese Burg liegt nicht auf einem Fels, sondern, durch einen Kanal mit dem Meer verbunden, im flachen Gelände. Es sollte ursprünglich das "Meisterwerk" der edwardschen Burgen werden und die Ausmaße sind durchaus beeindruckend. Allerdings wurde sie leider niemals fertiggestellt.

Caernarfon Castle
Zum Abschluss des Tages fahren wir weiter nach Caernarfon, etwas südlich und gegenüber von Anglesey auf der Festlandseite gelegen. Auch dies, wie Conwy Castle, eine Burg mit sehr vielen Türmchen, in diesem Fall allerdings keine runden, sondern sechseckige Türme. Diese Burg liegt mehr oder weniger direkt in dem kleinen Ort Caernarfon, oberhalb des Hafens. Innerhalb dieser Burg werden auch die Prinzen von Wales gekrönt, auch wenn das letzte Mal schon sehr lange zurückliegt. Nach der Besichtigung der Tour, kurz vor Ende der Öffnungszeiten, geht es in Caernarfon dann noch zum Abendessen ins Black Boy Inn, zu Steak and Ale pie. Dieses war uns von einem älteren britischen Ehepaar in unserem Bed & Breakfest in Llandudno empfohlen worden und dies durchaus zurecht! Auch wenn ein Restaurant mit verlegtem Teppichboden für deutsche Touristen eher ungewohnt anmutet.


Snowdonian Mountains
Montag - 02.06.2014
Afon Glaslyn
Am Abend des nächsten Tages hatten wir eine Übernachtung in Barmouth an der walisischen Westküste gebucht und mussten so durch die Snowdonian Mountains nach Südwesten. Dabei hatten wir geplant, ggf. eine kleine Wanderung auf den Mount Snowdon, den höchsten Berg von Wales (1.085m!) zu unternehmen. Als wir allerdings an den Ausgangspunkt dieser Wanderung kommen, zeigt sich - wenig. Schon einige Meter unterhalb des Parkplatzes ist die Sicht gleich null und so verwerfen wir den Plan der Wanderung und fahren einfach weiter durch den Snowdonian National Park. Die Gegend lohnt sich aber nichtsdestotrotz. An einer besonders schönen Stelle in dem kleinen Tal des Afon Glaslyn steigen wir aus und machen einen kurzen Spaziergang.

Harlech Castle
Barmouth
Kurz nachdem wir die Snowdonian Mountains verlassen und die Westküste erreicht haben, machen wir noch bei Harlech Castle Halt. Wieder einmal eine edwardsche Burg, die nach größeren Verlandungen in den letzten Jahrhunderten allerdings nicht mehr direkt am Meer liegt. Die Burg ist beeindruckend auf einem steil aufragenden Felsen gelegen und durch einen kleinen Graben auch rückwärtig vom Dorf getrennt. Zu Zeiten als das Meer noch direkt bis zum Fuße des Fels reichte, muss diese Festung kaum einzunehmen gewesen sein. Danach fahren wir dann nur noch an der Küste entlang nach Süden bis wir schließlich Barmouth erreichen. Hier machen wir noch einen kleinen Nachmittagsspaziergang am Strand, bevor wir dann unser Zimmer beziehen. Als wir uns allerdings gegen 19:30 Uhr auf den Weg machen, um etwas zu Abend zu Essen, haben die meisten Läden schon geschlossen, so dass wir uns schließlich mit Fish & Chips aus einem Fast-Food Laden begnügen müssen, welche eindeutig nicht die besten Fish & Chips dieses Urlaubs sind.


Cemaes Head
Dienstag - 03.06.2014
Cemaes Head
Am nächsten Tag geht es von Barmouth nach Fishguard. Da auf dem Weg keine großen "Sehenswürdigkeiten" liegen und wir schon am Tag zuvor unsere geplante Wanderung nicht machen konnten, entscheiden wir uns an diesem Tag für eine kleine Wanderung entlang der Küste von Pembrokeshire. Wir wählen einen Rundweg, der in Teilen dem Pembrokeshire Coast Path National Trail folgt, der Wanderung von "Cemaes Head". Der Trail entlang der Küste ist zwar sehr gut ausgeschildert, um den Zu-/Ausgang zu/von unserem Rundweg zu finden lohnt es sich allerdings, ein GPS-Gerät und eine Karte der Tour dabei zu haben. Beides ist bei uns der Fall und so finden wir (fast) ohne Probleme stets den richtigen Weg. Teilweise sind die Wege stark überwachsen und auch etwas schlammig, aber insbesondere entlang der Steilküste folgen wir einem wunderschönen Weg.

Tourdaten
Datum Länge Aufstieg Abstieg Dauer Link
03.06.2014 9,5 km 430 m 430 m 2:25 h Cemaes Head

Pentre Ifan
Eiche am Wegesrand
Nach Abschluss unserer Tour machen wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft in der Nähe von Fishguard. Da wir noch relativ früh dran sind, machen wir aber noch einen kurzen Abstecher zu einem der vielen Dolmen in Wales, dem Pentre Ifan. Dieser ist zwar einerseits als große Sehenswürdigkeit in verschiedenen Karten angepriesen. die Anfahrt über schmalste Sträßchen lässt uns daran allerdings zweifeln. Nach einiger Fahrerei stehen wir dann plötzlich mitten im Nirgendwo an einem Parkplätzchen, von wo aus man zu Fuß nach einigen Metern den Dolmen erreichen kann. Dieser selbst ist eher unspektakulär, wenn man schon einmal aufeinandergestapelte, große Steine gesehen hat. Nach dieser Besichtigung geht es dann weiter zu unserer Unterkunft im Tabor House, wo wir als erstes mit frischem Tee und vielen Tipps zu Unternehmungen in der Umgebung empfangen werden. Da wir auch hier nur eine Nacht bleiben werden, können wir aber leider viele der Empfehlungen nicht wahrnehmen.


The Last Invation Tapestry
Mittwoch 04.06.2014
Kathedrale von St. Davids
Am Morgen des folgenden Tages fahren wir zunächst in das kleine Örtchen Fishguard. Dort gibt es einen langen Wandteppich, der die letzte (versuchte) Invasion der Franzosen in Britannien darstellt. Innerhalb des ersten Koalitionskrieges landeten zwei französische Schiffe im Jahr 1797 in Fishguard. Die Aktion war allerdings ein ziemlicher Reinfall, beide Schiffe wurden von den Engländern geentert und fast 1.400 Franzosen gingen in Gefangenschaft. Zum Anlass des Jubiläums im Jahr 1997 haben einige Bewohnerinnen von Fishguard deshalb einen langen Wandteppich bestickt, welcher nun in der Bibliothek von Fishguard ausgestellt wird und kostenlos besichtigt werden kann. Ähnlichkeiten mit anderen Wandteppichen sind sicherlich rein zufällig.

Kathedrale von St Davids
Bischofspalast von St. Davids
Anschließend fahren wir dann in den äußersten Westen von Wales nach St. Davids. In diesem kleinen "Dorf" wirkte im sechsten Jahrhundert der heilige David, der Schutzpatron von Wales. Diesem Umstand verdankt St. Davids auch seine Kathedrale, einen alten Bischofspalast und das Stadtrecht. In den letzten Jahren hat die Kathedrale von St. Davids aber ein Problem, denn sie wurde an einem Hang erbaut, welcher sich als etwas instabil erwiesen hat. D. h., sie rutscht ab und innerhalb der Kirche gibt es kaum mehr einen rechten Winkel. Die Wände auf dem Foto scheinen also nicht nur auseinander zu streben, sie tun es wirklich. In direkter Nachbarschaft der Kathedrale liegt der Bischofspalast, welcher im 13./14. Jahrhundert errichtet wurde. Dieser ist zwar deutlich verfallen, der Rundgang bietet trotzdem einen tollen Eindruck davon, wie prachtvoll der Palast zu seiner Zeit gewesen sein muss.

Pembroke Castle
Pembroke Castle Gate House
Am Nachmittag fahren wir weiter nach Pembroke, wo wir mit Pembroke Castle unsere erste waliser Burg besichtigen, welche nicht unter Edward I errichtet wurde. Pembroke Castle ist eine große Anlage, welche auf einem Felsrücken oberhalb eines Flusses erbaut wurde. Schon zur Zeit der Römer soll sich hier eine Festung befunden haben und bis ins 17. Jahrhundert hinein, als die Burg im Bürgerkrieg durch Oliver Cromwell weitgehend zerstört wurde, wurde diese immer wieder Verweildauer insgesamt ein wenig abkürzt.